Klaus Storm, Apotheker für Klinische Pharmazie und ErnährungsberatungAktuelles 


Landgerichts-Apotheke
Mallersdorf-Pfaffenberg

Klaus Storm
Apotheker für Klinische Pharmazie
und Ernährungsberatung

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Was tun bei einem Zeckenbiss?

Sommerzeit ist Zeckenzeit.

Oft fängt man sich die winzigen Blutsauger im Wald oder auf Wiesen ein.

Der Zeckenbiss tut nicht weh, kann aber ernsthafte Folgen haben, wenn die Zecke infiziert ist.

Doch wie verhält man sich, wenn eine Zecke zugebissen hat?

Wann muss man zum Arzt?

Von April bis September ist Zeckenzeit:

Besonders wohl fühlen sich die so genannten „Holzböcke“ im Wald, in feuchten Wiesen und Büschen. Der Biss dieser Tiere kann Bakterien und Viren übertragen. Bei einer Infektion drohen ernste Krankheiten:

Die sogenannte

*     Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) und die

*     Lyme-Borreliose,

eine Infektion, die unter anderem Herzmuskel- und Gelenkentzündungen auslösen kann.

 

Was sind Zecken?

Zecken sind Spinnentiere:

Sie sind knapp zwei Millimeter groß, schwarz und flach.

Vollgesogen schwillt die Zecke auf mindestens die doppelte Größe an.

Entgegen dem weit verbreiteten Glauben lassen sich Zecken nicht von Bäumen fallen, sondern man streift sie von Gräsern und Blättern ab.

Von dem Biss einer Zecke spürt man zunächst nichts:

Die Zecke spritzt ein leichtes Betäubungsmittel in die Haut, während sie sich dort verankert. Bis zu sechs Tagen kann sie dann Blut saugen, bevor sie von alleine wieder abfällt.

Was tun nach einem Zeckenbiss?

Eine Zecke lässt sich mit einer Pinzette vorsichtig herausziehen.

In der Apotheke gibt es auch spezielle Zeckenzangen.

Dabei sollte die Zecke möglichst dicht über der Haut mit der Zange gepackt und ohne Drehung noch oben herausgezogen werden.

Keinesfalls sollte man die Zange dabei an den Leib der Zecke ansetzen, da dann der Mageninhalt des Insekts, der unerwünschte Bakterien und Viren enthalten kann, in den Wirt gelangen kann. Bleibt der Kopf stecken, ist das nicht weiter schlimm.

Er fällt nach kurzer Zeit ab. Wenn die Zecke sich nicht entfernen lässt, sollte man einen Arzt aufzusuchen.

Ein Abtöten der Zecke mit Klebstoff und Öl ist zu vermeiden, weil die Zecke sich in dem Todeskampf in den Wirt hinein „erbricht“.

Grund zur Panik gibt es bei einem Zeckenbiss nicht:

Auch Menschen, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, erkranken nicht zwangsläufig. Neun von zehn Bissen bleiben ohne Folgen. Falls doch eine Ansteckung erfolgt, treten zunächst grippeähnliche Symptome auf.

Wichtig ist es dann, sofort den Arzt aufsuchen.

 

Zeckenimpfung

Eine Schutzimpfung gibt es bisher nur gegen die Frühsommer-Hirnhautentzündung. Sie wird allen empfohlen, die in besonders gefährdeten Zeckengebieten wohnen oder dort Urlaub machen. In Deutschland sind das vor allem Regionen in Bayern und Baden-Württemberg.

 

Klaus Storm 2004-06